built in berlin · by fabi & sam
hi, wir sind fabi und sam.
schön, dass du hier bist <3
hinter WYFF steckt eine ziemlich persönliche geschichte.
interessiert? klick dich rein.
unsere ganze story ↓
Hi, wir sind Fabi und Sam.
Wir sind vor ein paar Jahren nach Berlin gezogen. Unabhängig voneinander, ohne uns zu kennen. Und haben beide innerhalb von ein paar Wochen dasselbe gefunden: die Liebe für die Berliner Techno-Szene.
Seitdem wir uns kennen, gehen wir auch zusammen feiern. Viel. Zu viel? Nope, genau richtig.
Und was uns daran so hält? Ehrlich gesagt: nicht nur die Musik. Auch nicht nur die Locations. Es sind die Menschen.
Hier darfst du sein, wer du willst. Keiner guckt blöd. Keiner macht dich unangemessen an. Wenn dich jemand aus Versehen anrempelt, dreht er sich um und entschuldigt sich (wo gibt’s das sonst?). Du genießt die Zeit mit deinen Leuten, und manchmal gehst du als Fremder rein und kommst als Freund raus. Oder zumindest mit einer richtig guten Geschichte.
Kleiner Flashback: Wir sind beide in Dörfern groß geworden.
Feiern hieß da: trinken. Und zwar viel. So viel, dass die Menschen dahinter teilweise echt unangenehm wurden und sich am Ende des Abends oft alle gegenseitig angepöbelt haben, und alle fanden’s normal. Ihr wisst genau, was wir meinen.
Klar haben auch wir unsere Erfahrungen mit Alkohol gesammelt, wie die meisten Teenies oder jungen Erwachsenen, und das tbh nicht zu wenig. Aber doch kam bei uns beiden dasselbe Gefühl: hm. Irgendwie fühlt sich das nicht ganz stimmig an.
In Berlin lernst du schnell, dass es beim Feiern nicht beim Alkohol bleibt. Wir waren neugierig wie alle anderen auch und haben dabei viel erlebt. Wir haben das für uns reflektiert und festgestellt: Es hat nun mal eben alles seinen Preis. Und wir haben für uns gemerkt: Den wollen wir nicht jedes Mal zahlen.
Denn was nicht nur in Berlin, sondern auch aufm Dorf gleich ist: dass Feiern gehen immer automatisch mit Konsum verbunden wird.
Ehrlich gesagt: Die wenigsten wollen die Substanz. Alle wollen den Zustand, den sie damit verbinden. Loslassen, im Moment sein, alles komplett mitnehmen.
Sober dauert das meist eben länger. Es gibt keine Abkürzung, du musst da selbst reinfinden. Manchmal klappt’s nach ein paar Minuten, manchmal dauert es länger. Aber wenn du drin bist, ist es genau der Zustand, den alle suchen.
Dazu kommt: Wir leben unter der Woche ziemlich bewusst. Frisch kochen, Sport, Schlafen. Das hört für uns beim Feiern nicht einfach auf.
Für uns ist Feiern kein Escape, sondern Passion. Das ist Teil unseres Lebens, nicht die Flucht davor.
Und wenn es an ein paar Tagen im Jahr anders läuft: passt. Am Ende sind wir auch nur Menschen, die Abwechslung mögen und gern was Neues ausprobieren.
Also feiern wir die meiste Zeit sober.
Und jetzt kommt der Teil, den keiner erwähnt: Sober feiern hat auch seine Haken.
Du stehst in einer Gruppe, alle haben ihr Ritual. Der Shot an der Bar. Die Kippe im Raucherbereich. Die Vape auf dem Floor. Die Line in der Klokabine.
Und du? Du stehst da. Mit leeren Händen. Und erklärst zum vierten Mal an diesem Abend, warum du halt nichts nimmst (Spoiler: Es geht selten wirklich um dich. Keiner konsumiert gern allein).
Und so entstand bei uns die Frage: Warum gibt’s eigentlich noch kein Ritual für uns Sober Mäuse?
Tja. Und genau da fing WYFF an.